SCHLOSS MARIENLAY IM RUWERTAL

SCHLOSS MARIENLAY IM RUWERTAL
Alle Herkunft & Weinlagen

Schloss Marienlay · Morscheid · Ruwertal

Ein Schloss aus Schiefer und das Herz unseres Weinguts.

Wer von Waldrach hinauf nach Morscheid fährt, sieht es schon von Weitem: Türme mit spitzen Kegeldächern, Mauern aus Schiefer, ringsum steile Rebzeilen. Hier, auf halbem Weg zwischen Fluss und Hunsrückwald, liegt SCHLOSS MARIENLAY. Von hier steuern wir unseren Weinbau entlang der Flüsse MOSEL, SAAR und RUWER.

Erbaut 1922 bis Ende
der 1920er
Höhe 220 m
ü. NHN
Baustoff Schieferbruchstein
Heute Kelterhaus
& Keller

Der Name

Maria und der Fels.

Am Anfang stand kein Schloss, sondern ein Weinberg. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Steillage am Osthang des Ruwertals mit Reben bepflanzt, um 1880 entstand ein erstes Kelterhaus. Zwischen 1898 und 1905 erwarb der Neumagener Josef Milz die Grundstücke – und ließ am Hang einen Bildstock mit einer Marienfigur errichten.

Aus diesem Bildstock wurde ein Name: Die Hanglage nordöstlich des Schlosses heißt bis heute „Morscheider Heiligenhäuschen“. Bis heute wacht in einer Nische an der Stirnseite des Schlosses eine gotisierende Weinrebenmadonna aus dem späten 19. Jahrhundert über Hof und Reben.

Die Architektur

Ein Traum aus Schiefer, gebrochen am eigenen Hang.

1921 kam das Gut in die Hände des Trierer Kaufmanns Gustav Rudolf Schieffer. Er träumte von einem französischen Château an der Ruwer, soll die Pläne selbst gezeichnet haben und führte 1923 den Namen „Schloß Marienlay“ ein. Ab 1922 wuchs das Schloss Stein für Stein empor – gebaut aus Schiefer, der unbehauen aus einer Mulde direkt oberhalb des Hanges gebrochen wurde.

So entstand ein Bau, der aussieht, als stamme er aus vergangenen Jahrhunderten: ein klarer, kubischer Hauptbau mit steilem Walmdach, halbrund vortretende Flankentürme mit Kegeldächern, ein zinnenbekrönter Vorbau. Denkmalpfleger ordnen ihn dem Heimatstil zu – als eigenständigen Schlusspunkt der großen Winzervillen an Saar und Ruwer.

Schiefer im Mauerwerk, Schiefer im Weinberg, Schiefer im Glas – auf Marienlay gehört alles zusammen.

Chronik

Vom Weinberg mit Marienbild zum Herzen von Weingut Reichsgraf von Kesselstatt.

Die Geschichte von Reichsgraf von Kesselstatt reicht bis 1349 zurück – die von Schloss Marienlay ist jünger, aber nicht weniger bewegt. Absatzkrisen, Krieg und Neuanfang haben das Schloss geprägt, bevor beide Geschichten zusammenfanden.

  1. 1349 Erste urkundliche Erwähnung von Reichsgraf von Kesselstatt – der Beginn von mehr als 675 Jahren Weingeschichte an Mosel, Saar und Ruwer.
  2. 1898–1905 Josef Milz aus Neumagen erwirbt die Grundstücke am Hang und errichtet den Bildstock mit der Marienfigur.
  3. 1922 Gustav Rudolf Schieffer beginnt mit dem Bau des Schlosses; 1923 führt er den Namen „Schloss Marienlay“ ein.
  4. 1939 Nach Jahren der Absatzkrisen übernimmt der Schweizer Weinhändler Jakob Emil Buess-Küderli Schloss und Großteil des Besitzes. Am Ende des Krieges weht hier die Schweizer Fahne.
  5. 1952 Carl Reh, seit 1946 Verwalter, erwirbt Schloss Marienlay mit 11,5 Hektar Grundbesitz für seine Kinder.
  6. 1978 Günther Reh erwirbt das Weingut Reichsgraf von Kesselstatt – Schloss Marienlay wird Teil eines der traditionsreichsten Güter der Mosel.
  7. 1987 Ein neues Gebäude entsteht. Seither werden alle Kesselstatt-Trauben auf Schloss Marienlay gekeltert, vergoren, gelagert und abgefüllt.
  8. 1999 Das Weingut verlegt seinen Sitz nach Schloss Marienlay.
  9. 2016-2018 Mit der Ernte 2017 geht unser neues Kelterhaus in Betrieb. Kurz darauf folgen neue Büro- und Sozialräume sowie die Überdachung des Hofbereichs. Angestoßen hat diese Neubauten Annegret Reh-Gartner noch kurz vor ihrem Tod.

Heute

Hier wird aus 15 Steillagen Reichsgraf von Kesselstatt.

Rund 50 Hektar auf ca. 80 Flusskilometern, 15 klassifizierte Steillagen – vom SCHARZHOFBERGER an der SAAR über das NIES’CHEN in Kasel an der RUWER bis zum JOSEPHSHÖFER in Graach an der MOSEL. Jede Traube, die unsere Lesemannschaft in kleinen Bütten schneidet, findet ihren Weg hierher: in die Keller von Schloss Marienlay.

Unser 2016 erbautes Kelterhaus erlaubt eine besonders schonende Verarbeitung: kurze Wege, optimierte Presstechnik und der Verzicht auf Pumpvorgänge schützen das wertvolle Lesegut. Im Keller setzen wir auf Spontanvergärung im Edelstahltank sowie für die Großen Gewächse zum Teil auch auf traditionelle Holzfässer – und auf lange Lagerung auf der Feinhefe.

Die modernen Betriebsgebäude liegen zum Teil unterirdisch und sind mit Naturstein verblendet. So bleibt das Schloss, was es immer war: der Blickfang über dem Ruwertal.

Zeit & Geduld

Unser wertvollstes Gut sind Zeit und Sorgfalt.

Handarbeit, Sorgfalt und Zeit – das sind die drei Elemente, die man auf Schloss Marienlay nicht abkürzen kann. Nach der Lese ruht jeder junge Jahrgang in den Kellern des Schlosses und bekommt die Zeit, die er zur Entwicklung seines Potenzials braucht.

Unser Ziel bleibt dabei unverändert: der unverwechselbare, mineralisch-filigrane Stil, der so typisch für Mosel, Saar und Ruwer ist. Rieslinge, die nicht mit Alkohol, sondern mit Eleganz und Mineralität glänzen sowie rote und weisse Burgunder.

Schloss Marienlay im Glas

Das Schloss als Namensgeber unserer VDP.GUTSWEINE.

Das Schloss Marienlay im Ruwertal ist Namensgeber für unsere VDP.GUTSWEINE und das Herz unseres Weinguts. Paradestücke eines Rieslings mit moseltypischem Charakter – für jeden Tag und jeden Genussmoment.

Besuchen Sie uns

Herzlich willkommen auf Schloss Marienlay!

Lernen Sie uns und unsere Weine unmittelbar am Ort des Geschehens kennen – unweit von Morscheid im Ruwertal und nur wenige Minuten von Trier entfernt. Bei einer individuell kommentierten Weinprobe stellen wir Ihnen spannende Weine von den VDP.GUTSWEINEN bis zu den VDP.GROSSEN LAGEN® vor.

  • Mo – Do 8:00 – 16:45 Uhr
  • Freitag 8:00 – 13:00 Uhr

Bitte vereinbaren Sie im Voraus einen Termin mit uns. Wir freuen uns auf Sie!

Seit 1349 pure Leidenschaft

Ein Stück Schloss Marienlay für Ihren Tisch.

Quellen zur Geschichte: Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier (nach R. Wacker, „Besitz- und Wirtschaftsgeschichte des Weingutes Marienlay“, und A. Brüggemann, „Ein Château an der Mosel – Schloß Marienlay“), Wikipedia.