DER JOSEPHSHOF AN DER MOSEL

DER JOSEPHSHOF AN DER MOSEL
Alle Herkunft & Weinlagen

Josephshof · Graach · Mittelmosel

Der Josephshof gab der Lage ihren Namen. Bis heute trägt sie seine Geschichte hinaus in die Welt.

Am Rand von Graach, dort wo die Straße nach Zeltingen am rechten Moselufer entlangführt, liegt ein weiß getünchtes Hofgut mit Schieferdach. An seinem Tor steht in geschwungenen Lettern „Der Josephshof“. Direkt davor steigen die Reben den Hang hinauf – unsere Monopollage JOSEPHSHÖFER. Zwei Orte mit einem Namen und einer über tausendjährigen, gemeinsamen Geschichte.

„Eine Musterschule für die Mosel.“ Christian von Stramberg über den Josephshof, 1830

Gut zu wissen

Der Klosterhof und die Lage – zwei Orte, ein Name.

Der Hof

JOSEPHSHOF

Das historische Hofgut in Graach, einst Weingut der Trierer Abtei St. Martin. Das Gebäude ist heute verpachtet und wird seit 1997 als Wohn- und Betreuungseinrichtung des DRK-Sozialwerks Bernkastel-Wittlich genutzt.

Kein Weingutsbetrieb von Reichsgraf von Kesselstatt, keine Weinproben und keine Besichtigung vor Ort. Wir bitten darum, die Privatsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner zu respektieren.

Die Lage

JOSEPHSHÖFER

Die Weinbergslage oberhalb des Hofes, benannt nach dem Josephshof. Rund 5 Hektar VDP.GROSSE LAGE® zwischen DOMPROBST und SONNENUHR – seit 1858 im Alleinbesitz von Reichsgraf von Kesselstatt und von uns selbst bewirtschaftet.

Die Trauben werden sorgfältig gelesen und in den Kellern von Schloss Marienlay im Ruwertal vinifiziert.

Erste Erwähnung 975
als Klosterhof
Kesselstatt seit
1858
Lage rund 5 ha
Monopol
Das Gebäude verpachtet
seit 1997 DRK

Fast tausend Jahre Klosterzeit

Vom Merteshof der Mönche.

Lange bevor er Josephshof hieß, war der Hof im Besitz der Trierer Benediktinerabtei St. Martin. Schon 975 wird er urkundlich genannt - als Klosterbesitz ist er ab 1168 sicher belegt. 1174 taucht dann zum ersten Mal der Name Martinshof auf. Die Einwohner von Graach sagen bis heute „Merteshof“.

Seine erstklassigen Weinberge machten ihn zu einem der kostbarsten Besitztümer der Abtei. Vor Ort verwaltete ihn ein eigener Propst. Die Mönche hinterließen ihre Spuren im Stein: eine Hauskapelle von 1672 mit einem Relief des heiligen Martin bei der Mantelteilung, das Wappen des großen Abtes Benedikt Henn – und über einer Tür die Inschrift von 1712: „Non fastus sed necessitas me construxit“ – nicht Hochmut, sondern die Notwendigkeit hat mich erbaut.

Der Name

Wie aus dem Martinshof der Josephshof wurde.

Mit dem Einmarsch der Franzosen 1794 endete die Klosterzeit. Das Gut wurde konfisziert, zum Nationaleigentum erklärt und versteigert. Den Zuschlag erhielt der Trierer Kommerzienrat Matthias Joseph Hayn – und er gab dem Hof seinen eigenen Vornamen: Josephshof.

Für 58.000 Taler ging der Hof 1858 schließlich an die Grafen von Kesselstatt. Verkäufer war Peter Ludwig Mohr, der Schwiegersohn Hayns. Das gräfliche Wappen mit dem roten Drachen prangt bis heute am Torpfosten von 1882. Und seit jener Zeit gilt: Die Führung des Namens „Josephshöfer“ steht allein dem Reichsgrafen von Kesselstatt zu.

Chronik

Der Klosterhof und die Monopollage.

Mönche, Revolution, ein Trierer Kaufmann und ein Reichsgraf – der Josephshof hat viele Epochen gesehen. Eines ist in all der Zeit gleich geblieben: die Weinreben am Hang hinter dem Hof.

  1. 975 Erste urkundliche Erwähnung des Hofes als Besitz der Trierer Abtei St. Martin.
  2. 1174 Der Klosterhof wird erstmals als „Martinshof“ bezeichnet – unter den Graacher Einwohnern bis heute der „Merteshof“. 
  3. 1672 Bau der Hauskapelle am alten Flügel, mit Relief des heiligen Martin.
  4. 1794 Französische Besetzung: Das Klostergut wird konfisziert und später versteigert.
  5. 1803 Matthias Joseph Hayn aus Trier ersteigert den Hof und tauft ihn „Josephshof“.
  6. 1858 Der Reichsgraf von Kesselstatt erwirbt den Josephshof – der Beginn unserer Monopollage JOSEPHSHÖFER. 
  7. 1912 Josephshöfer Riesling steht auf der Weinkarte der White Star Line und reist mit der Titanic.
  8. 1995/96 Bei Umbauten werden Reste einer römischen Kelteranlage entdeckt – eine der aufwendigsten des Moseltals.
  9. 1997 Das verpachtete Hofgebäude wird zum Zuhause: Das DRK-Sozialwerk eröffnet hier eine Wohneinrichtung.

Heute

Die Monopollage

Der Hof selbst ist heute verpachtet.  Die Lage JOSEPHSHÖFER liegt zwischen den berühmten Nachbarn Graacher DOMPROBST und Wehlener SONNENUHR, steigt von rund 110 auf 165 Meter an und öffnet sich nach Süd-Südwesten.

Der Boden besteht aus tief verwittertem grauen Devon-Schiefer und ist reich an Feinerde. Er hält das Wasser auch dann, wenn der Sommer heiß und trocken wird. Daraus entstehen körperreiche, würzige Rieslinge mit viel Charme und großem Reifepotenzial – oft mit dem unverkennbaren Duft von Orangenblüten und Mandarinenschale.

Herzblut und Detailarbeit im Weinberg, selektive Handlese und die schonende und gewissenhafte Vinifizierung in den Kellern von Schloss Marienlay: So bringen wir die Herkunft "JOSEPHSHÖFER" zu Ihnen ins Glas.

MONOPOL Josephshöfer im Glas

MONOPOL JOSEPHSHÖFER

Ein Name, den nur wir auf das Etikett schreiben dürfen.

Vom trockenen VDP.GROSSEN GEWÄCHS® bis zur edelsüßen Auslese: elegante Frucht, detaillierte Struktur und filigraner Schmelz.

Seit 1858 im Alleinbesitz

Die Geschichte des Josephshofs – zum Probieren.

Quellen zur Geschichte: Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier (nach D. Trouet, „Die Hofgüter der Abtei St. Martin in Trier“), Welt der Wappen ,  Pastoraler Raum Bernkastel-Kues , VDP Weinberg.Online .