Wiltingen · Saar · VDP.ORTSWEIN
Wiltingen
Ein Weinort an der Saar, geprägt von kühlem Weinbauklima,
stark verwittertem Schiefer und weltbekannten Rieslinglagen.
Ort
Wiltingen
Saar
Herkunft
VDP.
ORTSWEIN
Boden
Grau- &
Rotschiefer
Lagen
Scharzhofberger
Gottesfuss
Braunfels
Der Weinort
Kühles Saarklima und stark verwitterter Schiefer.
Wiltinger Rieslinge zeigen eine klare, fein strukturierte
Saarstilistik mit rauchig-salziger Würze und präziser Frische.
Wiltinger VDP.ORTSWEIN
Riesling aus einem Ort mit ausgeprägter Saarhandschrift.
Die Weinberge rund um Wiltingen liegen in den steilen Hängen
der Saar. Das vergleichsweise kühle Weinbauklima begleitet eine
langsame Reife und bewahrt die aromatische Spannung der Trauben.
Eisenhaltiger, stark verwitterter Schiefer prägt viele Wiltinger
Parzellen. Er gibt dem Riesling eine klare Struktur und häufig
eine feine rauchige Würze. Der WILTINGER VDP.ORTSWEIN wirkt
präzise, mineralisch und elegant, mit klarer Frucht und
präsenter Säure.
Im Glas
Der WILTINGER VDP.ORTSWEIN bündelt die kühle, klare und
würzig-mineralische Art der Saar in einem präzisen Riesling.
Aromatik
Klare Frucht, feine Kräuterwürze und eine zurückhaltende
rauchige Note.
Gaumen
Trocken und straff, mit salziger Mineralität und
präziser Säure.
Stil
Kühl, klar und elegant mit der eigenständigen
Handschrift der Saar.
Die Wiltinger Lagen
Wir bewirtschaften drei VDP.GROSSE LAGEN in Wiltingen.
Die Weinberge rund um Wiltingen zeigen die Vielfalt der Saar
auf engem Raum. Der SCHARZHOFBERGER steht für Tiefgründigkeit
und Reifepotenzial. Der GOTTESFUSS verbindet steilen Grau- und
Rotschiefer mit prägnanter Mineralität. Der BRAUNFELS ergänzt
die Wiltinger Lagenvielfalt als weitere VDP.GROSSE LAGE®.
VDP.GROSSE LAGE® · Wiltingen
Scharzhofberger
Windoffene Lage mit stark verwittertem Schiefer.
Tiefe salzige Mineralität, feine Eleganz und
ausgeprägtes Reifepotenzial.
Zur Lage
VDP.GROSSE LAGE® · Wiltingen
Gottesfuss
Kleine, sehr steile Lage mit zerklüftetem Grau- und
Rotschiefer. Würzige Tiefe und eine eigenständige
mineralische Struktur.
Zur Lage
VDP.GROSSE LAGE® · Wiltingen
Braunfels
Eine weitere VDP.GROSSE LAGE® im Wiltinger Lagenensemble
und Teil der vielfältigen Saarherkunft des Ortes.
Zur Lage
Weine aus Wiltingen entdecken
Zu den Weinen
Ürziger Würzgarten · Ürzig · Mosel · VDP.GROSSE LAGE®
Leuchtend roter Schiefer, steile Südhänge und Riesling voller Würze: der WÜRZGARTEN an der Mosel.
VDP.GROSSE LAGE® WÜRZGARTEN
Ort
Ürzig
Mosel
Fläche
50,9 ha
0,97 ha RvK
Höhe
119–165 m
ü. N. N.
Ausrichtung
Süd
44–53 %
Die Lage
Ein leuchtender Steilhang, dem Süden zugewandt.
Der WÜRZGARTEN erhebt sich am Moselufer gegenüber von Erden und öffnet sich nach Süden bis Südosten. Die steilen Hänge fangen Sonnenlicht und Wärme ein, während die Nähe zum Fluss die Reife der Trauben auf ihre eigene, moseltypische Weise begleitet.
Die Lage wirkt wie ein großes Becken: geschützt, warm und intensiv. Hier entsteht Riesling mit ausgeprägter Frucht, feiner Würze und einer Spannung, die aus der Verbindung von steilem Hang, rotem Gestein und Moselklima entsteht.
Boden & Terroir
Roter Schiefer, Eisen und eine lange, feinwürzige Spur.
Die außergewöhnliche Farbe des WÜRZGARTEN stammt von seinem hohen Eisenanteil. Rote Schieferverwitterung, Rotliegendes sowie ein hoher Gesteinsanteil prägen den Boden; in den Kesselstatt-Parzellen ergänzt die Feinerde das sehr steinige Fundament.
Das Gestein speichert Wärme und gibt sie langsam an die Reben zurück. So verbindet die Lage reife Frucht mit einer unverwechselbaren würzig-mineralischen Handschrift. Die Rieslinge zeigen Tiefe und Druck, bleiben dabei jedoch klar, lebendig und elegant.
Charakter im Glas
Der Ürziger WÜRZGARTEN steht für klare Rieslingfrucht, feine Würze und lebendige Mineralität.
Bouquet
Reife gelbe Frucht, feine Blütennoten und eine markante, würzige Schiefernote.
Gaumen
Saftig und klar, mit mineralischem Zug, lebendiger Säure und reifer Frucht.
Stilistik
Würzig-mineralisch und zugleich elegant, mit warmer Tiefe und feiner Raffinesse.
Reife
Früh charmant und ausdrucksvoll, mit zusätzlicher Komplexität über die Jahre.
Rieslinge aus dem Ürziger Würzgarten entdecken
Zu den Weinen
Josephshof · Graach · Mittelmosel
Der Josephshof gab der Lage ihren Namen. Bis heute trägt sie seine Geschichte hinaus in die Welt.
Am Rand von Graach, dort wo die Straße nach Zeltingen am rechten Moselufer entlangführt, liegt ein weiß getünchtes Hofgut mit Schieferdach. An seinem Tor steht in geschwungenen Lettern „Der Josephshof“. Direkt davor steigen die Reben den Hang hinauf – unsere Monopollage JOSEPHSHÖFER. Zwei Orte mit einem Namen und einer über tausendjährigen, gemeinsamen Geschichte.
„Eine Musterschule für die Mosel.“ Christian von Stramberg über den Josephshof, 1830
Gut zu wissen
Der Klosterhof und die Lage – zwei Orte, ein Name.
Der Hof
JOSEPHSHOF
Das historische Hofgut in Graach, einst Weingut der Trierer Abtei St. Martin. Das Gebäude ist heute verpachtet und wird seit 1997 als Wohn- und Betreuungseinrichtung des DRK-Sozialwerks Bernkastel-Wittlich genutzt.
Kein Weingutsbetrieb von Reichsgraf von Kesselstatt, keine Weinproben und keine Besichtigung vor Ort. Wir bitten darum, die Privatsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner zu respektieren.
Die Lage
JOSEPHSHÖFER
Die Weinbergslage oberhalb des Hofes, benannt nach dem Josephshof. Rund 5 Hektar VDP.GROSSE LAGE® zwischen DOMPROBST und SONNENUHR – seit 1858 im Alleinbesitz von Reichsgraf von Kesselstatt und von uns selbst bewirtschaftet.
Die Trauben werden sorgfältig gelesen und in den Kellern von Schloss Marienlay im Ruwertal vinifiziert.
Ein bedeutsames Erbe
5 Hektar VDP.GROSSE LAGE® Monopollage.
Erste Erwähnung 975als Klosterhof
Kesselstatt seit1858
Lage rund 5 haMonopol
Das Gebäude verpachtetseit 1997 DRK
Fast tausend Jahre Klosterzeit
Vom Merteshof der Mönche.
Lange bevor er Josephshof hieß, war der Hof im Besitz der Trierer Benediktinerabtei St. Martin. Schon 975 wird er urkundlich genannt - als Klosterbesitz ist er ab 1168 sicher belegt. 1174 taucht dann zum ersten Mal der Name Martinshof auf. Die Einwohner von Graach sagen bis heute „Merteshof“.
Seine erstklassigen Weinberge machten ihn zu einem der kostbarsten Besitztümer der Abtei. Vor Ort verwaltete ihn ein eigener Propst. Die Mönche hinterließen ihre Spuren im Stein: eine Hauskapelle von 1672 mit einem Relief des heiligen Martin bei der Mantelteilung, das Wappen des großen Abtes Benedikt Henn – und über einer Tür die Inschrift von 1712: „Non fastus sed necessitas me construxit“ – nicht Hochmut, sondern die Notwendigkeit hat mich erbaut.
Der Name
Wie aus dem Martinshof der Josephshof wurde.
Mit dem Einmarsch der Franzosen 1794 endete die Klosterzeit. Das Gut wurde konfisziert, zum Nationaleigentum erklärt und versteigert. Den Zuschlag erhielt der Trierer Kommerzienrat Matthias Joseph Hayn – und er gab dem Hof seinen eigenen Vornamen: Josephshof.
Für 58.000 Taler ging der Hof 1858 schließlich an die Grafen von Kesselstatt. Verkäufer war Peter Ludwig Mohr, der Schwiegersohn Hayns. Das gräfliche Wappen mit dem roten Drachen prangt bis heute am Torpfosten von 1882. Und seit jener Zeit gilt: Die Führung des Namens „Josephshöfer“ steht allein dem Reichsgrafen von Kesselstatt zu.
Chronik
Der Klosterhof und die Monopollage.
Mönche, Revolution, ein Trierer Kaufmann und ein Reichsgraf – der Josephshof hat viele Epochen gesehen. Eines ist in all der Zeit gleich geblieben: die Weinreben am Hang hinter dem Hof.
975 Erste urkundliche Erwähnung des Hofes als Besitz der Trierer Abtei St. Martin.
1174 Der Klosterhof wird erstmals als „Martinshof“ bezeichnet – unter den Graacher Einwohnern bis heute der „Merteshof“.
1672 Bau der Hauskapelle am alten Flügel, mit Relief des heiligen Martin.
1794 Französische Besetzung: Das Klostergut wird konfisziert und später versteigert.
1803 Matthias Joseph Hayn aus Trier ersteigert den Hof und tauft ihn „Josephshof“.
1858 Der Reichsgraf von Kesselstatt erwirbt den Josephshof – der Beginn unserer Monopollage JOSEPHSHÖFER.
1912 Josephshöfer Riesling steht auf der Weinkarte der White Star Line und reist mit der Titanic.
1995/96 Bei Umbauten werden Reste einer römischen Kelteranlage entdeckt – eine der aufwendigsten des Moseltals.
1997 Das verpachtete Hofgebäude wird zum Zuhause: Das DRK-Sozialwerk eröffnet hier eine Wohneinrichtung.
Heute
Die Monopollage
Der Hof selbst ist heute verpachtet. Die Lage JOSEPHSHÖFER liegt zwischen den berühmten Nachbarn Graacher DOMPROBST und Wehlener SONNENUHR, steigt von rund 110 auf 165 Meter an und öffnet sich nach Süd-Südwesten.
Der Boden besteht aus tief verwittertem grauen Devon-Schiefer und ist reich an Feinerde. Er hält das Wasser auch dann, wenn der Sommer heiß und trocken wird. Daraus entstehen körperreiche, würzige Rieslinge mit viel Charme und großem Reifepotenzial – oft mit dem unverkennbaren Duft von Orangenblüten und Mandarinenschale.
Herzblut und Detailarbeit im Weinberg, selektive Handlese und die schonende und gewissenhafte Vinifizierung in den Kellern von Schloss Marienlay: So bringen wir die Herkunft "JOSEPHSHÖFER" zu Ihnen ins Glas.
Zum Lagenportrait JOSEPHSHÖFER
MONOPOL Josephshöfer im Glas
MONOPOL JOSEPHSHÖFER
Ein Name, den nur wir auf das Etikett schreiben dürfen.
Vom trockenen VDP.GROSSEN GEWÄCHS® bis zur edelsüßen Auslese: elegante Frucht, detaillierte Struktur und filigraner Schmelz.
Riesling GG® Trocken. Elegante Frucht, filigraner Schmelz. Kabinett feinherb Präzise, mineralisch-würzig, enorm elegant. Spätlese Fruchtsüß, saftig, mit langem Atem. Auslese #9 Edelsüß, dicht und für Jahrzehnte gemacht.
Seit 1858 im Alleinbesitz
Die Geschichte des Josephshofs – zum Probieren.
Zu den Josephshöfer Weinen Weinprobe auf Schloss Marienlay
Quellen zur Geschichte: Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier (nach D. Trouet, „Die Hofgüter der Abtei St. Martin in Trier“), Welt der Wappen , Pastoraler Raum Bernkastel-Kues , VDP Weinberg.Online .
Palais Kesselstatt · Trier · Liebfrauenstraße
Ein Barockpalais im Herzen Triers – über 250 Jahre war es das Zuhause unseres Weinguts.
Wer vom Dom zur Liebfrauenkirche geht, bleibt fast unweigerlich stehen: Gleich gegenüber schwingt eine Fassade aus rotem Sandstein vor und zurück, als wolle sie die Kirchen begrüßen. Das Palais Kesselstatt war von 1746 bis 1999 Sitz unserer Weingutsverwaltung. Hier wurden Weinberge verwaltet, Jahrgänge verkauft Gäste empfangen und Wein handwerklich erzeugt.
Bauzeit 1740bis 1746
Architekt Johann ValentinThoman
Sitz des Weinguts 1746bis 1999
Weinstube seit1989
Liebfrauenstraße 9
Eine Fassade, die sich der Liebfrauenkirche zuwendet.
Barock in Sandstein
Gebaut für die Liebfrauenkirche.
Bauherr war Karl Friedrich Melchior von Kesselstatt, Oberamtmann und Geheimrat des Kurfürstentums Trier. Er holte den Mainzer Baumeister Johann Valentin Thoman in die Stadt. Der löste die enge Lage an der Liebfrauenstraße auf seine Weise: Er setzte die Fassade gleichsam auf die Ecke und drehte sie schräg zum Domplatz und zur Liebfrauenkirche.
Der Mittelbau aus Sandstein schwingt vor und zurück. Unten liegt die Tordurchfahrt zwischen zwei Ochsenaugenfenstern, darüber die Beletage mit schmiedeeisernem Balkon und im Giebel das Allianzwappen des Bauherrn und seiner Frau Isabella von Frentz-Kendenich. Die Wappentiere sind Drache und geflügelter Hund, darunter ein lateinischer Vers von 1742: „Insignes isti qui me peperere parentes, sunt canis atque draco – vivat uterque parens.“ Die edlen Eltern, die mich erschufen, sind Hund und Drache: Es lebe jeder von beiden.
Seit 1349
Eine Familie im Dienst des Weins.
Die Kesselstatts kamen im 14. Jahrhundert aus Kesselstatt bei Offenbach ins Kurfürstentum Trier. Schon 1349 ist ein erster Weinkauf belegt – der Ursprung unserer heute über 675-jährigen Geschichte. 1362 wurde Johann von Kesselstatt kurfürstlicher Hofmarschall. 1394 ernannte der Kurfürst seinen Sohn Friedrich zum Hofsommelier.
1776 erhob Kaiser Joseph II. die Familie in den Reichsgrafenstand. Vom Palais aus prägte sie den Weinbau an Mosel, Saar und Ruwer: 1789 wies der Gutsverwalter an, künftig nur noch „reinen grünen Riesling“ zu pflanzen. Später kamen die großen Klostergüter hinzu, darunter der Josephshof in Graach und der St. Irminenhof in Kasel. Die Fäden liefen immer hier zusammen: in der Liebfrauenstraße.
1944 standen vom Palais nur noch die Außenmauern. Nach dem Krieg wurde es nach alten Plänen wieder aufgebaut – die barocke Fassade grüßt die Liebfrauenkirche heute wie vor fast 300 Jahren.
Chronik
Vom Adelshof zum Gutsausschank.
Kurfürsten, Reichsgrafen, Krieg und Wiederaufbau: Das Palais Kesselstatt hat viele Kapitel der Trierer Stadtgeschichte miterlebt.
1349 Der erste belegte Weinkauf der Familie Kesselstatt – der Beginn unserer Weingutsgeschichte.
1740–46 Johann Valentin Thoman errichtet das Palais gegenüber der Liebfrauenkirche.
1746 Die Weingutsverwaltung der Kesselstatts zieht in das neue Palais ein.
1776 Kaiser Joseph II. erhebt die Familie in den Reichsgrafenstand.
19. Jh. Der benachbarte Bernhardshof der Zisterzienser von Himmerod wird Teil des Anwesens.
1944 Im Krieg wird das Palais bis auf die Umfassungsmauern zerstört.
1950er Der Wiederaufbau stellt das Äußere und die Durchfahrt im alten Zustand wieder her.
1978 Günther Reh erwirbt das Weingut; das Palais wird liebevoll renoviert.
1989 Im barocken Torgebäude des Bernhardshofs öffnet die Weinstube Kesselstatt.
1999 Der Sitz des Weingutes zieht nach Schloss Marienlay im Ruwertal – Büro und Kellerei unter einem Dach.
2005 Das Weingut wird in den VDP aufgenommen – unter der Leitung von Annegret Reh-Gartner, die das Gut von 1983 bis 2016 führte.
Gut zu wissen
Palais, Weinstube und Weingut – was Sie heute wo finden.
Das Palais
Palais Kesselstatt
Mit seiner barocken Fassade prägt das Palais Kesselstatt den Platz zwischen Dom und Liebfrauenkirche.
Die Weinstube
Weinstube Kesselstatt
Unser Gutsausschank direkt nebenan im Torgebäude des ehemaligen Bernhardshofs, seit 1989 mit familiärer Gastfreundschaft geführt. Täglich geöffnet, mit Sommerterrasse.
Kellerführungen und Weinproben finden in den historischen Gewölbekellern unter dem Palais statt.
Das Weingut
Schloss Marienlay
Seit 1999 steuern wir von Schloss Marienlay in Morscheid im Ruwertal, nur wenige Minuten von Trier, den Weinbau an Mosel, Saar und Ruwer. Hier entstehen unsere Weine, vom Kelterhaus bis zum Flaschenkeller.
Weinproben im Weingut von Montag bis Freitag nach vorheriger Terminvereinbarung.
Heute
Eine echte regionale Größe - die Weinstube Kesselstatt
Im barocken Torgebäude des Bernhardshofs, einst Niederlassung der Zisterzienser von Himmerod, liegt die Weinstube Kesselstatt. Mit Blick auf den Dom und die Liebfrauenkirche gibt es hier Winzervesper, Eifeler Wildschweinschinken und eine feine Weinkarte aus unserem Sortiment.
Unter dem Palais erstrecken sich weitläufige Gewölbekeller. Bei Kellerführungen und Weinproben verbinden sich dort 2000 Jahre Trierer Stadtgeschichte mit unseren Rieslingen von Mosel, Saar und Ruwer. Im Außenbereich erinnert eine Nachbildung des Neumagener Weinschiffs daran, dass an der Mosel schon die Römer Wein handelten.
Zur Weinstube Kesselstatt Kellerführungen
Aus der Weinkarte der Weinstube
Ein Glas auf das Palais.
Die Weine, die in der Weinstube Kesselstatt ausgeschenkt werden, gibt es auch für zuhause – vom unkomplizierten Sommerwein bis zum feinherben Kabinett aus Kasel.
SOMMERPALAIS Riesling Leicht, saftig, ideal auch für die Terrasse SCHLOSS MARIENLAY trocken Klar und frisch – der Gruß aus dem Ruwertal. WILTINGEN trocken Saar-typisch kristallin und elegant. KEHRNAGEL Kabinett feinherb Mineralisch, kühl und fein balanciert.
Vom Palais und dem Schloss
Zwei Orte, die einander ergänzen: Das Palais Kesselstatt in Trier und Schloss Marienlay im Ruwertal.
Weinprobe auf Schloss Marienlay Weinstube Kesselstatt
Weitere Lese-Empfehlungen: Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier (nach Dehio), Welt der Wappen, IHK Trier, Weinstube Kesselstatt.
Schloss Marienlay · Morscheid · Ruwertal
Ein Schloss aus Schiefer und das Herz unseres Weinguts.
Wer von Waldrach hinauf nach Morscheid fährt, sieht es schon von Weitem: Türme mit spitzen Kegeldächern, Mauern aus Schiefer, ringsum steile Rebzeilen. Hier, auf halbem Weg zwischen Fluss und Hunsrückwald, liegt SCHLOSS MARIENLAY. Von hier steuern wir unseren Weinbau entlang der Flüsse MOSEL, SAAR und RUWER.
Ein Château an der Ruwer
Das höchstgelegene Weingut des Ruwertals.
Erbaut 1922 bis Endeder 1920er
Höhe 220 mü. NHN
Baustoff Schieferbruchstein
Heute Kelterhaus& Keller
Der Name
Maria und der Fels.
Am Anfang stand kein Schloss, sondern ein Weinberg. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Steillage am Osthang des Ruwertals mit Reben bepflanzt, um 1880 entstand ein erstes Kelterhaus. Zwischen 1898 und 1905 erwarb der Neumagener Josef Milz die Grundstücke – und ließ am Hang einen Bildstock mit einer Marienfigur errichten.
Aus diesem Bildstock wurde ein Name: Die Hanglage nordöstlich des Schlosses heißt bis heute „Morscheider Heiligenhäuschen“. Bis heute wacht in einer Nische an der Stirnseite des Schlosses eine gotisierende Weinrebenmadonna aus dem späten 19. Jahrhundert über Hof und Reben.
Die Architektur
Ein Traum aus Schiefer, gebrochen am eigenen Hang.
1921 kam das Gut in die Hände des Trierer Kaufmanns Gustav Rudolf Schieffer. Er träumte von einem französischen Château an der Ruwer, soll die Pläne selbst gezeichnet haben und führte 1923 den Namen „Schloß Marienlay“ ein. Ab 1922 wuchs das Schloss Stein für Stein empor – gebaut aus Schiefer, der unbehauen aus einer Mulde direkt oberhalb des Hanges gebrochen wurde.
So entstand ein Bau, der aussieht, als stamme er aus vergangenen Jahrhunderten: ein klarer, kubischer Hauptbau mit steilem Walmdach, halbrund vortretende Flankentürme mit Kegeldächern, ein zinnenbekrönter Vorbau. Denkmalpfleger ordnen ihn dem Heimatstil zu – als eigenständigen Schlusspunkt der großen Winzervillen an Saar und Ruwer.
Schiefer im Mauerwerk, Schiefer im Weinberg, Schiefer im Glas – auf Marienlay gehört alles zusammen.
Chronik
Vom Weinberg mit Marienbild zum Herzen von Weingut Reichsgraf von Kesselstatt.
Die Geschichte von Reichsgraf von Kesselstatt reicht bis 1349 zurück – die von Schloss Marienlay ist jünger, aber nicht weniger bewegt. Absatzkrisen, Krieg und Neuanfang haben das Schloss geprägt, bevor beide Geschichten zusammenfanden.
1349 Erste urkundliche Erwähnung von Reichsgraf von Kesselstatt – der Beginn von mehr als 675 Jahren Weingeschichte an Mosel, Saar und Ruwer.
1898–1905 Josef Milz aus Neumagen erwirbt die Grundstücke am Hang und errichtet den Bildstock mit der Marienfigur.
1922 Gustav Rudolf Schieffer beginnt mit dem Bau des Schlosses; 1923 führt er den Namen „Schloss Marienlay“ ein.
1939 Nach Jahren der Absatzkrisen übernimmt der Schweizer Weinhändler Jakob Emil Buess-Küderli Schloss und Großteil des Besitzes. Am Ende des Krieges weht hier die Schweizer Fahne.
1952 Carl Reh, seit 1946 Verwalter, erwirbt Schloss Marienlay mit 11,5 Hektar Grundbesitz für seine Kinder.
1978 Günther Reh erwirbt das Weingut Reichsgraf von Kesselstatt – Schloss Marienlay wird Teil eines der traditionsreichsten Güter der Mosel.
1987 Ein neues Gebäude entsteht. Seither werden alle Kesselstatt-Trauben auf Schloss Marienlay gekeltert, vergoren, gelagert und abgefüllt.
1999 Das Weingut verlegt seinen Sitz nach Schloss Marienlay.
2016-2018 Mit der Ernte 2017 geht unser neues Kelterhaus in Betrieb. Kurz darauf folgen neue Büro- und Sozialräume sowie die Überdachung des Hofbereichs. Angestoßen hat diese Neubauten Annegret Reh-Gartner noch kurz vor ihrem Tod.
Heute
Hier wird aus 15 Steillagen Reichsgraf von Kesselstatt.
Rund 50 Hektar auf ca. 80 Flusskilometern, 15 klassifizierte Steillagen – vom SCHARZHOFBERGER an der SAAR über das NIES’CHEN in Kasel an der RUWER bis zum JOSEPHSHÖFER in Graach an der MOSEL. Jede Traube, die unsere Lesemannschaft in kleinen Bütten schneidet, findet ihren Weg hierher: in die Keller von Schloss Marienlay.
Unser 2016 erbautes Kelterhaus erlaubt eine besonders schonende Verarbeitung: kurze Wege, optimierte Presstechnik und der Verzicht auf Pumpvorgänge schützen das wertvolle Lesegut. Im Keller setzen wir auf Spontanvergärung im Edelstahltank sowie für die Großen Gewächse zum Teil auch auf traditionelle Holzfässer – und auf lange Lagerung auf der Feinhefe.
Die modernen Betriebsgebäude liegen zum Teil unterirdisch und sind mit Naturstein verblendet. So bleibt das Schloss, was es immer war: der Blickfang über dem Ruwertal.
Zeit & Geduld
Unser wertvollstes Gut sind Zeit und Sorgfalt.
Handarbeit, Sorgfalt und Zeit – das sind die drei Elemente, die man auf Schloss Marienlay nicht abkürzen kann. Nach der Lese ruht jeder junge Jahrgang in den Kellern des Schlosses und bekommt die Zeit, die er zur Entwicklung seines Potenzials braucht.
Unser Ziel bleibt dabei unverändert: der unverwechselbare, mineralisch-filigrane Stil, der so typisch für Mosel, Saar und Ruwer ist. Rieslinge, die nicht mit Alkohol, sondern mit Eleganz und Mineralität glänzen sowie rote und weisse Burgunder.
Schloss Marienlay im Glas
Das Schloss als Namensgeber unserer VDP.GUTSWEINE.
Das Schloss Marienlay im Ruwertal ist Namensgeber für unsere VDP.GUTSWEINE und das Herz unseres Weinguts. Paradestücke eines Rieslings mit moseltypischem Charakter – für jeden Tag und jeden Genussmoment.
Riesling trocken Straff, vibrierend, mit Spiel und zupackender Art. Riesling feinherb Ein Paradestück eines feinherben Rieslings. Weissburgunder trocken Feine Frucht, kühle Säure, wunderbarer Trinkfluss. Riesling Sekt Brut Traditionelle Flaschengärung, feine Perlage.
Besuchen Sie uns
Herzlich willkommen auf Schloss Marienlay!
Lernen Sie uns und unsere Weine unmittelbar am Ort des Geschehens kennen – unweit von Morscheid im Ruwertal und nur wenige Minuten von Trier entfernt. Bei einer individuell kommentierten Weinprobe stellen wir Ihnen spannende Weine von den VDP.GUTSWEINEN bis zu den VDP.GROSSEN LAGEN® vor.
Mo – Do 8:00 – 16:45 Uhr
Freitag 8:00 – 13:00 Uhr
Bitte vereinbaren Sie im Voraus einen Termin mit uns. Wir freuen uns auf Sie!
Weinprobe buchen Kontakt
Seit 1349 pure Leidenschaft
Ein Stück Schloss Marienlay für Ihren Tisch.
Zu den Schloss Marienlay Weinen Alle Weine entdecken
Quellen zur Geschichte: Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier (nach R. Wacker, „Besitz- und Wirtschaftsgeschichte des Weingutes Marienlay“, und A. Brüggemann, „Ein Château an der Mosel – Schloß Marienlay“), Wikipedia.